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Kung Fu als Nationalsport

Kung Fu

Kung Fu

„Chinesisches Kung Fu“ wird sowohl von der Regierung, als auch von der Bevölkerung der Republik China ernst genommen. Verteidigungssportarten sind fester Bestandteil des schulischen Turnunterrichts. Die Chinese Cultural University hat eine Abteilung für Kampfsportkunst in der Fakultät für Leibeserziehung zur Ausbildung von Lehrern und Berufssportlern eingerichtet. Es gibt auch eine Vielzahl privater Organisationen, wie den Verband für Verteidigungskampfkunst der Republik China. Kampfkunstvereine unter Verwaltung lokaler Regierungen, wie der Provinzregierung von Taiwan und den Städten Taipeh und Kaohsiung, unterstützen häufig Seminare für Trainer und Schiedsrichter, Training für Wettkämpfe und Wettkampfveranstaltungen.

Auf internationaler Ebene wurde 1978 die „International League of Chinese Martial Arts“ gegründet, deren Vorsitz die ROC innehat. Zur Zeit sind 23 Länder und Gebiete Mitglied. Viele Länder haben eigenen Länderorganisationen. Alle zwei Jahre findet in einem der Mitgliedstaaten eine Weltmeisterschaft in den chinesischen Verteidungssportarten statt.

Körper und Geist schulen

Statistiken weisen allein mehr als 100 verschiedene chinesische Boxarten aus. Die „Waffen“ sind in neun lange und neun kurze Waffengattungen wie Messer, Speere, Schwerter und Keulen eingeteilt, die zusammen die sogenannten „Achtzehn Arten der Verteidigungskunst“ darstellen.

Sportarten wie Leichtathletik, Ballsport und Gewichtheben fordern den Rücktritt des Athleten um die Dreißig, aufgrund der nachlassenden physischen Kraft. Er wird oft unbewußte Verletzungen erlitten haben, die im mittleren Alter und später die Gesundheit beeinflussen werden.

Im chinesischen Kung Fu hingegen wird zwischen „äußerem“ und „innerem“ Kung Fu unterschieden. Im „äußeren“ Kung Fu trainiert man Sehnen, Knochen und Haut, im „inneren“ Kung Fu Geist, chi und den Willen. Zusätzlich zu den Übungen zur Stärkung des Körpers und der Glieder, gibt es auch ein „inneres“ Training, um Körper und Seele in Einklang zu bringen, die inneren Organe zu stärken und den Kreislauf des chi oder den Fluß der Lebensenergie zu fördern. Im Verlauf von Bewegung zu Stillstand, von starr zu weich, je älter man wird, desto geschickter wird man im Kung Fu. Je vollendeter die Beherrschung des Kung Fu, desto besser wird man seine Gesundheit erhalten und ein langes, aktives Leben haben.

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