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Das Namenssiegel

Ein üblicher Satz im chinesischen Alltag lautet „Bitte unterschreiben Sie und setzen Sie lhren Stempel daneben“. Sie brauchen ein Namenssiegel, um Geld abzuheben, einen Vertrag zu legalisieren, den Empfang eines eingeschriebenen Briefes oder offizieller Dokumente zu bestätigen.

Das persönliche Siegel
Häufig findet man in Läden unbearbeitete Siegel aus Holz, Stein, Elfenbein, Horn, Metallegierungen und synthetischen Fasern, die der Kunde nach persönlichem Geschmack und Verwendungszweck aussuchen kann. Vor einer noch größeren Auswahl steht er bei den kalligraphischen Stilen, die von der klassischen Siegelschrift, chuan shu, zur klerikalen Schrift li shu und der regulären Schrift kai shu, bis zu den verschiedenen Schriften reichen, die speziell für die Stempelschnitzkunst entworfen wurden. Der Strom von Touristen und Studenten, die nach Taiwan kommen, ließ das ausländische Interesse an der Stempelkunst erwachen. Ein Namenssiegel, das nur ein einziges Mal existiert, ist ein sehr persönliches und einzigartiges Souvenir.

Der Stempel als Identitätsnachweis
In China ist seit Menschengedenken, bei offiziellen Regierungsgeschäften und Privatangelegenheiten, seien sie wichtig oder trivial, das Siegel die Bestätigung der Absprachen. Nachdem man mit seinem Namen unterschrieben hat, macht erst das Siegel das Dokument rechtskräftig.

Der Stempel als Vorläufer für andere Erfindungen
Überall spielt der Stempel eine äußerst wichtige Rolle im Leben eines Chinesen. Namenssiegel werden von Hand graviert. Diese Technik verbindet die Schönheit der geschriebenen chinesischen Sprache mit den Linienzeichnen. Ein Namensstempel erzeugt fast immer das gleiche Bild der Buchstaben oder Figuren, gleichgültig wie viele Male er verwendet wurde und daher kann er als der Vorläufer einer der vier großen Erfindungen der Chinesen betrachtet werden – das Druckereiwesen, der Kompass, das Schießpulver und die Papierherstellung.

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