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Chinesische Oper

Die Peking Oper

Schauspielerin in aufwändigem Kostüm

Schauspielerin in aufwändigem Kostüm

In einem Theater der chinesischen Oper in Taipeh werden Ihnen zuerst die aufsehenerregenden, mit reichen Stickereien verzierten Wandbehänge auffallen. Unter der musikalischen Begleitung von Streich- und Blasinstrumenten oder Gong und Trommelwirbel schreiten die Darsteller dann auf die Bühne. Zuerst tritt wahrscheinlich ein gutaussehender, kräftiger junger Mann in Kriegerkleidung in Erscheinung, der Purzelbäume quer über die Bühne schlägt und seine Kampfkünste darsteilt. Als nächstes folgt eine junge Frau, mit Perlenschnüren verschleiert und in Silberbrokat gehüllt, die mit sanfter, weiblicher Stimme singt und dabei einen wiegenden Tanz aufführt. Dann gibt es den berühmten Affenkönig Sun Wu-kung, aus der Oper „Reise in den Westen“ mit seinen zuckenden und mutwilligen Possen nach Affenart. Diese Charaktere sind alle repräsentativ für Chinas traditionelle Nationale Oper, auch Peking Oper genannt.

Es gibt über 1.000 Amateurgruppen in Gemeinden, Colleges und Universitäten, die manchmal auch die Peking Oper öffentlich darbieten. Durch wöchentliche Aufzeichnungen oder Direktübertragungen von Vorstellungen der Peking Oper, von Fernsehen und Hörfunk wird chinesische Oper von höchster Qualität in alle Wohnzimmer gebracht. Kindern wird these traditionelle Kunst durch eine lebendige Präsentation der Geschichte, des Symbolismus und der Vorstellung der Peking Oper in einem spezielien Programm nahegebracht. Durch diese Bemühungen bleibt diese Kunst beliebt und lebendig.

Die traditionelle Oper

Kunstvolle Maskierung eines Schauspielers

Kunstvolle Maskierung eines Schauspielers

In der Chinesischen Oper hat die Maske, neben der Aussage über Persönlichkeit und Temperament einer Rolle, auch einen künstlerischen Aspekt. Die Figur des „chou“ oder Clowns ist eine Tradition der Oper. Der „ch’ou“ ist immer zu Spaß und Spott aufgelegt, gewinnt das Publikum durch seine improvisierten komischen Einlagen während der Vorstellung.

Die Kostüme der chinesischen Oper, sind weitgehend lmitationen der Kleidung aus dem China von vor vierhundert Jahren. Übertrieben weite, fließende Ärmel, Wimpel, Überwürfe bei der Kleidung der militärischen Beamten und Pfauenfedern an der Kopfbedeckung wurden hinzugefügt, um den dramatischen Effekt der zu erhöhen. Wie die Maske, so verraten auch die Kostüme der chinesischen Oper viel über den Charakter der Person, und sind gleichzeitig ästhetisch sehr ansprechend.

Die chinesische Oper wurde ursprünglich auf einer offenen Bühne mit nur einer Kulisse gespielt. Das Bühnenbild war extrem einfach gehalten. Dazu gehörte ein Tisch, der sowohl Schreibtisch, Tisch einer Amtsperson oder sogar einen Berg oder eine Brücke darstellte. Die strenge Ausbildung der Schauspieler muß bereits sehr früh beginnen, um den Gesangs- und Rezitationsstil, die Bewegung der Augen, die Gestik der Hände und den Gang der Operncharaktere leicht und natürlich darstelien zu können.

Die moderne Oper

Kunstvoll verziertes Kostüm

Kunstvoll verziertes Kostüm

Ein beeindruckendes Experiment, westliches Drama mit dem traditionellen chinesischen Opernstil zu kombinieren, gelang Direktor Wu Hsing-kuo in einer äußerst innovativen, erfolgreichen Adaption von Shakespeares Macbeth in die moderne Peking Oper. Diese Inszenierung brachte die traditionelle chinesische Oper dem modernen Publikum näher, soll jedoch keine Abkehr von der klassischen Oper darstellen. Die Nationale Fu-Hsing Akademie, vom Ministerium für Bildung der Republik China finanziert, bietet eine siebenjährige intensive professionelle Opernausbildung mit den besten Lehrern an. Hierdurch sollen junge Schauspieler, Musiker und Bühnentechniker zur Pflege der chinesischen Oper ausgebildet werden. Eine Übungsgruppe der Akademie gibt Opernaufführungen für Schüler an Grundschulen und Gymnasien zu Bildungszwecken.

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