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Bao-An-Tempel

Tatulung, das am Zusammenfluss der beiden Flüsse Tamsui und Keelung liegt, hat sich sehr früh entwickelt: Der 1805 erbaute Pao-An-Tempel ist hier das Zentrum der Götterverehrung.

Die Errichtung dieses großen Tempels war mit vielen Schwierigkeiten verbunden. Die Fertigstellung des Tempels dauerte ein Vierteljahrhundert – allerdings auch deshalb, weil sämtliches Holz- und Steinmaterial sowie die Handwerker, aus Festlandchina importiert wurden.

In diesem Tempel gibt es die üblichen Drachensäulen und dazu ein Paar Steinlöwen, die nicht ganz gewöhnlich sind: Normalerweise hat von den beiden Löwen (einem männlichen und einem weiblichen), die den Tempel bewachen, der männliche das Maul geöffnet und der weibliche hält es geschlossen; hier haben beide ihr Maul aufgesperrt. Es wird gesagt, das die Beiden überhaupt keine Löwen sind, sondern ein „Tier der Menschlichkeit“ und ein „Tier des Rechts“, die dort aufgestellt wurden, um an die Respektierung der Gesetze und die Ausübung einer guten Regierung zu appellieren.

Ein Muss für Freunde von Malerei und Skulpturen
Wenn Sie Malerei und Skulptur mögen, werden Sie den Pao-an-Tempel lieben. Im Korridor vor dem Haupteingang kann man eine Vielzahl von Tierskulpturen sehen, die neben ihrer Zierfunktion auch eine besondere Bedeutung besitzen. Die Fledermäuse repräsentieren beispielsweise Glück, und vier von ihnen stehen für die Verleihung von Glück. Hirsche symbolisieren Wohlstand, Kraniche ein langes Leben.

Der Tempelgott ist ein Gott der Medizin
Vom Innenhof in die Haupthalle kommend, sehen Sie den Tempelgott Paosheng Ta-ti, den Gott der Medizin. Als Sterblicher war dieser Gott ursprünglich ein Mann namens Wu Tao, der von 979 bis 1036 im Landkreis Tungan in der Provinz Fukien gelebt hat. Es war ein Wunderheiler, von dem gesagt wurde, dass er sogar noch nach seinem „Aufstieg in den Himmel“ – also nach seinem Tod – Heilungen vollzogen hat. Deshalb wird er verehrt und bis heute angebetet.

An jeder Seite der Halle gibt es Bildnisse von 36 Generälen, die alle von einem berühmten Künstler namens Hsu Yen in Stein gehauen worden sind. Er war 1829 aus Chuanchou in der Provinz Fukien geholt worden, um die Arbeiten auszuführen. Er benötigte bis zu ihrer Vollendung fünf Jahre, und die Steinbildhauereien sind äußerst detailliert und realistisch. An den Wänden gibt es auch sieben Gemälde, die Volkserzählungen darstellen.

In der Mitte des Glockenturms wird Chusheng Niang-Niang, die Göttin der Geburt aufbewahrt. Sie wird von zwölf weiblichen Helferinnen flankiert, die alle bei der Gehurt eines Kindes an einem bestimmten Monat helfen. In der alten Agargesellschaft galt es als glückbringend wenn man viele Kinder und Enkel hatte. Deshalb kamen besonders am Geburtstag der Göttin Frauen von überall her, um die Göttin zu huldigen und sie um einen Sohn zu bitten. Dieser Brauch wird bis heute fortgeführt. Die hintere Shen-Nung Halle ist Shen-Nung, dem Gott der Landwirtschaft gewidmet. Die Legende besagt, dass in Taipei vor mehr als hundert Jahre der Regen für mehrere Monate ausblieb: aus diesem Grund beteten die Stadtbewohner hingebungsvoll zu Shen-Nung und baten um Hilfe, woraufhin ein langer, starker Regen einsetzte in die Dürre beendete. Aus Dankbarkeit wurde sein Bildnis im hinteren Tempelhof in einem Schrein aufbewahrt.

Wenn Sie an der Vorderseite aus dem Tempel herausgehen, Hami Street überqueren, und einem großen Torbogen durchschreiten kommen Sie direkt in den Garten des Pao-An-Tempels. Da dieser so nahe am Konfuzius-Tempel liegt ist er auch als der „Nachbar -des -Heiligen – Garten“ bekannt. Dieser Garten ist in chinesischem Landschansstil angelegt. Eine einzigartige Sehenswürdigkeit hier ist eine Brücke über einem Teich, die in der Form einer buddhistischen Swastika gebaut ist.

Talungtung-Viertel, 61 Hami Street

 

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